Feuerwehr-Aktionswoche – Großübung der Inspektion 1 am 22.09.2010 in Heinersreuth

24.09.2010


Der Auftakt für die Großübungen im Landkreis Bayreuth anlässlich der Feuerwehr-Aktionswoche fand am Mittwoch in Heinersreuth, in der Inspektion 1 statt.

Das Einsatzszenario für die Großübung stellte sich wie folgt dar:
Ein Gefahrgut-LKW war von der Bundesstraße 85 abgekommen und hatte den Zaun zum Betriebsgelände der Fa. Markgraf in Heinersreuth durchbrochen und war in das Gasflaschenlager geprallt. In Folge dessen gab es mehrere Explosionen mit Brandausbreitung zu den Produktionshallen hin und im Bürogebäude. Mehrere Personen, deren Anzahl unbekannt ist, wurden verletzt und weitere noch vermisst.

Kurz nach der Alarmierung rückten bereits die ersten Einsatzkräfte an. Unter der Leitung des zuständigen Kommandanten aus Heinersreuth, Udo Knaus sowie KBM Konrad Bauer wurden mehrere Einsatzabschnitte gebildet. Unter Leitung von KBM Ewald Berneth wurde zusätzlich eine Atemschutzüberwachung für die zahlreichen Atemschutzgeräteträger eingerichtet.
Bereits nach kurzer Zeit begannen die Atemschutzgeräteträger mit der Personensuche im Gebäude. Zudem wurde außerhalb der Gebäude mit der Brandbekämpfung sowie der Abschirmung von benachbarten Häusern begonnen. Zeitgleich wurde um den verunglückten LKW und das Gasflaschenlager ein Schaumteppich gelegt, um weitere Gefahren abzuwenden. Zum Einsatz kam auch die Drehleiter der Feuerwehr Bayreuth, die ebenfalls
für die Brandbekämpfung eingesetzt wurde und zudem eine Widerstandslinie vom Produktionsgebäude zum Bürogebäude hin errichtete. Für die Einspeisung der Drehleiter musste eine 300 Meter lange B-Leitung vom roten Main herkommend aufgebaut werden.
Zur Rückhaltung von Löschwasser- und Schaum kamen die „Beaver“ der Feuerwehr Bindlach zum Einsatz.
Fünf Löschzüge mit etwa 200 Einsatzkräften sowie das BRK und die Polizei waren an der Großübung beteiligt.
Zahlreiche Besucher, darunter Landrat Hermann Hübner sowie der 1. Bürgermeister aus Heinersreuth, Hans Dötsch, der 1. Bürgermeister aus Bindlach, Gerald Kolb, SBR Ralph Hermann und SBI Wolfgang Hohl von der Feuerwehr Bayreuth, verfolgten mit großem Interesse die vielseitige und anspruchsvolle Großübung, die aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit aller teilnehmenden Feuerwehren und Hilfsorganisationen sehr gut bewältigt wurde. Dies brachten KBI Winfried Prokisch und seine Übungsbeobachter bei der sich anschließenden Übungsnachbesprechung den Übungsteilnehmern in ihrem Fazit gegenüber auch zum Ausdruck.
In einer sehr eindrucksvollen Ansprache an die Teilnehmer warb KBI Winfried Prokisch für die Ziele der diesjährige Aktionswoche sowie das die Arbeit der Feuerwehrdienstleistenden mehr Anerkennung in der Bevölkerung verdient und ein jeder bei einem Unglücksfall etwas tun kann, als nur zu zuschauen.
Ebenfalls viele lobende Worte erhielten die Übungsteilnehmer von Landrat Hermann Hübner, für den die Stärkung des Ehrenamtes, die Aufrechterhaltung und Verbesserung der hierzu notwendigen Strukturen eine Daueraufgabe ist, für die sich der Landkreis Bayreuth stets mit Nachdruck eingesetzt hat und die für ihn auch in Zukunft Priorität haben wird.
Gleichfalls positive Worte zum Übungsverlauf fand der 1. Bürgermeister von Heinersreuth, Hans Dötsch, der in der Arbeit der ehrenamtlich Feuerwehrdienstleistenden einen Beitrag für ein Stück mehr Lebensqualität für die Bevölkerung sieht.
Abschließend informierte der Betriebsleiter der Fa. Markgraf, Michael Dötsch, dass von den 54 Beschäftigten 22% in den umliegenden freiwilligen Feuerwehren im aktiven Dienst sind und wenn es der Notfall verlangt, jederzeit den Arbeitsplatz verlassen dürfen.




Text und Fotos: Jeannette Köber

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