Feuerwehr Hollfeld beim Einsatztraining in Wildflecken

10.08.2010


In der Zeit vom 05.08.2010 bis 08.08.2010 nahm die Freiwillige Feuerwehr Hollfeld am Einsatztraining der oberfränkischen Feuerwehren auf dem Truppenübungsplatz in Wildflecken teil.

Dem Vorbild der Berufsfeuerwehr München folgend organisierte der Lichtenfelser Markus Führer auch im Jahr 2010 wieder ein Einsatztraining für Feuerwehr und THW in Wildflecken. Aus dem Landkreis Bayreuth nahm hier die Feuerwehr aus Hollfeld mit 6 Personen und ihrem LF 16/12 teil. Unterstützt wurden die Hollfelder von Feuerwehrmännern aus Hafenpreppach (Lkr. Hassberge), die das Fahrzeug auffüllten.

Den Teilnahmebeitrag in Höhe von 80€ bezahlten die Hollfelder aus ihrer eigenen Tasche, die Gemeinde stellte das Fahrzeug zur Verfügung und übernahm die Treibstoffkosten. Zusammen mit ca. 270 Feuerwehrfrauen und -männern bezog man die Bundeswehrkaserne im Truppenübungsplatz Wildflecken.

Die anwesenden Feuerwehren wurden in 10 Löschzüge unterteilt, zusammen mit den Feuerwehren Münchberg und Enchenreuth bildete die Feuerwehr Hollfeld den Löschzug 60. In dem weitläufigen Gelände wurden von der Organisatoren zahlreiche Einsatzszenarien reell nachgestellt, ebenso fanden einige Ausbildungsveranstaltungen statt. Nach einer Orientierungsfahrt auf dem Übungsplatz während der Nacht zum Freitag begann am Freitag Morgen das Einsatztraining. Gleich am frühen Morgen musste eine Person, die von einem Kettenfahrzeug überrollt wurde, befreit werden. Die Fahrzeuge waren gerade wieder einsatzklar, als der Löschzug 60 zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person gerufen wurde. Ein PKW lag auf der Seite, eine Person war eingeklemmt und von einem Baumstamm aufgespießt. Die Rettung gestaltete sich als sehr schwierig, wurde von den eingesetzten Kräften aber gut gemeistert. Kaum war das erledigt, musste eine Person aus einem Schacht gerettet werden. Unter schwerem Atemschutz wurde die Person im Schacht gefunden und mit Hilfe einer Leiterkonstruktion aus dem Schacht aufgezogen. Es folgte eine Präsentation eines Herstellers von Feuerwehr-Schutzkleidung, ebenso hielt ein Brandfahnder und ein Kommissar der Kriminalpolizei einen Vortrag über die Interessen der Polizei während eines Feuerwehreinsatzes. Hier ging es hauptsächlich darum, dass nicht unnötig wichtige Spuren zerstört werden.

Den Vorträgen folgte wieder ein Einsatz. Diesmal wurde ein Automechaniker in seiner Werkstatt unter einem PKW eingeklemmt. Nach dem Abendessen folgte eine Ausbildungseinheit über den richtigen Umgang mit Überdruckbelüftern. Während der Nacht war nicht an Schlaf zu denken. Gegen 22.30 wurden sämtliche Löschzüge zu einem Großbrand in der ehemaligen US-Kaserne im Übungsgelände gerufen. Hier standen 2 große Wohnhäuser in Flammen. Das THW Kulmbach hat hier durch Einsatz von Pyrotechnik Feuer und Explosionen realitätsnah dargestellt. Die Übung endete gegen 1 Uhr in der Nacht. Nach kurzer Nachtruhe ging der Übungsbetrieb am Samstag Morgen gleich wieder weiter. Gleich zu Beginn musste die Hollfelder Wehr einen Wohnungsbrand in einem großen Mietshaus bekämpfen. Der Einstz hier war nur mit schwerem Atemschutz möglich und einige Bewohner wurden in dem Gebäude vermisst. Direkt im Anschluss wurde man wieder zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Diesmal war ein Kleinbus verunglückt. Im Fahrzeug war eine Person eingeschlossen und es brach Feuer aus. Weiter war eine Person unter dem Fahrzeug. Hier bestand die Aufgabe der Hollfelder darin, die Person unter dem Fahrzeg zu retten, während die Kollegen aus Münchberg die Person im Fahrzeug rettete und das Feuer löschte.

Anschließend standen zwei Ausbildungseinheiten auf dem Programm. Die Atemschutzträger absolvierten ein Hohlstrahlrohrtraining in einem Brandcontainer, anschließend trainierten alle Kameraden des Löschzug 60 die Rettung einer Person von einem Garagendach mittels Leiterhebel. Samstag Abend fand dann eine große Abschlussübung in einem ehemaligen Wohngebiet statt. Hier wurden gewalttätige Ausschreitungen simuliert, bei denen einige Fahrzeuge und Barrikaden in Flammen aufgingen. Das Einsatztraining wurde mit einem Grillabend beendet. Nach dem großen Aufräumen am Sonntag Morgen traten alle Teilnehmer den Heimweg an.

Fazit: Aus Sicht der Feuerwehr Hollfeld war das Einsatztraining 2010 in Wildflecken eine gelungene Veranstaltung. Das Zusammenspiel mit den bis dahin "fremden" Kameraden der Feuerwehren aus Münchberg und Enchenreuth verlief problemlos und wurde sehr positiv aufgenommen. Es wurde viel dazugelernt und ich hoffe, dass auch im Jahr 2011 eine solche Großübung abgehalten wird. Herzlichen Dank in diesem Zusammenhang an das Organisationsteam um Markus Führer.

Einen ausführlichen Bericht mit zahlreichen Bildern gibt es auch auf der Homepage der Feuerwehr Hollfeld unter www.feuerwehr-hollfeld.de




Text und Fotos: Martin Krapp, FF Hollfeld

nach oben
der Landkreis Bayreuth - Vielfalt & Visionen Bezirksfeuerwehrverband BFV Oberfranken e.V. LFV Bayern e.V Der Deutsche Feuerwehrverband