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Seminar Digitalfunk in Trockau
29.04.2010
Im Feuerwehrgerätehaus Trockau fand ein Informationsabend zum Thema Digitalfunk statt. Kreisbrandrat Hermann Schreck begrüßte mehrere Bürgermeister, die Landkreisführungs-
kräfte, Vertreter der Integrierten Leitstelle und viele Kommandanten und Vorstände aus dem ganzen Landkreis. Das große Interesse zeigte sich durch die Teilnehmerzahl von 140 Personen.
In einer kurzen Abhandlung ging er auf den bisherigen Planungsverlauf ein. Er machte deutlich, dass nach langen Verhandlungen zwischen dem Innenministerium und den
Vertretern der Feuerwehren das bestmögliche Paket zustande gekommen ist.
KBM Jürgen Wunderlich stellte die analoge und die digitale Funktechnik vor und die Vor- und Nachteile heraus. Zurzeit sind in Bayern 6 verschiedene Funknetze bei den Hilfsorganisationen in Betrieb. Bei größeren Schadenslagen ist eine Kommunikation zwischen den einzelnen Netzen schwierig, sie sind dann auch häufig überlastet. Außerdem ist der analoge Funkverkehr nicht abhörsicher.
Mit der neuen digitalen Technik ergeben sich viele neue Möglichkeiten, ähnlich der Verwendung von Handys. Abhörsicher, klare Verständigung, Datenübertragung, Notruf und GPS-Funktion sind möglich. Eine Projektgruppe Diginet bearbeitet die Fragen und Anforderungen.
Bundesweit sollen ca 4000 Basisstationen errichtet werden, Bayern wird in sechs Netzabschnitte unterteilt, der Freistaat fordert eine hohe Mindestversorgung.
Bei einer kurzen Vorführung mit einem digitalen Handfunkgerät wurde die störungsfreie Verständigung neben einem Notstromaggregat gezeigt.
Der Hauptreferent des Abends, Herr Wolfgang Liegl, stellte sich und seine Firma vor. Er ging sehr ausführlich die derzeitigen Endgeräte durch, beschrieb die Anwendung und das Zubehör. So sollen fast identische Tastaturen bei Hand – und Fahrzeugfunkgeräten eine einfache und sichere Bedienung ermöglichen. Neue Akkutechnik, Farbdisplay und eine robuste Konstruktion sind weitere Pluspunkte. Ein Gerät für die Übergangszeit“ Mobile Radio Switch“ wurde ebenso erwähnt. Viele Möglichkeiten um Zusatzgeräte anzuschließen und die verschiedenen Sprach- und Datendienste, runden das Programm ab.
Bei der mit Spannung erwarteten Aussage zu den Preisen konnte er keine konkreten Angaben machen, weil die Zuschussfrage noch nicht geklärt ist. Man war sich aber einig, dass auf die Gemeinden einiges zukommen wird. Auch die Frage der Alarmierung ist nicht gelöst.
KBM Wunderlich bedankte sich bei Herrn Liegl und zog als Fazit des Abends: „Bessere Technik und Möglichkeiten für die Zukunft“

Kreisbrandrat Hermann Schreck in seiner Ansprache 
An einem Infotisch gab es zahlreiches Material 
Digitale Funktechnik 
KBM Jürgen Wunderlich 

Text: KBM Waldemar Adelhardt, FB Öffentlichkeitsarbeit Fotos: Jeannette Köber, FB Öffentlichkeitsarbeit
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