Großübung im Bad Bernecker Seniorenwohnheim

18.04.2010


Ein schwieriges wie wichtiges Objekt haben sich die Verantwortlichen der Feuerwehr Bad Berneck für eine groß angelegte Übung am Nachmittag des 17.04.2010 ausgesucht.

Ausgegangen war man von einem Szenario, das im Ernstfall alle Kräfte von Feuerwehr und Bayerischen Roten Kreuz aufs Höchste fordern würde: ein Brand im 2. Stock des Seniorenwohnheimes Bad Berneck. Mehrere Personen, teilweise körperlich oder geistig erkrankt und bettlägerig, mussten gerettet werden. Zudem musste der Brand gelöscht und ein Übergreifen auf den gesamten Gebäude-Komplex verhindert werden.

Pünktlich um 14 Uhr am Samstag Nachmittag gingen bei schönstem Sonnenschein die Sirenen und Funkwecker von den Freiwilligen Feuerwehren rund um Bad Berneck sowie die Alarmierung des Bayerischen Roten Kreuzes. Das Anrücken der Hilfs- und Rettungskräfte fand, auch durch die stark befahrenen Bundesstraßen B 303 und B 2 sowie zahlreiche Fußgänger und Radfahrer, eine hohe Aufmerksamkeit, sodass viele Zivilisten das Übungsgeschehen beobachteten.

Die Familie Wolf als Betreiber des Seniorenwohnheimes hatte freundlicherweise das exponierte Übungsobjekt zur Verfügung gestellt. Insgesamt 28 vermeintlich Verletzte, dargestellt von Jugendlichen sowie Mitarbeitern des Seniorenwohnheimes, waren in den Zimmern zu finden.

176 Feuerwehrleute aus 15 Wehren und 29 Helfer vom BRK ( SEG Bad Berneck, SEG Rettungsdienst Bayreuth, die Bereitschaften Fichtelberg und Warmensteinach, die Helfer vor Ort, HvO Hohes Fichtelgebirge ) beteiligten sich an der Übung.

Einig waren sich die Einsatzleiter, Bad Bernecks Kommandant Wolfgang Maisel für die Feuerwehren und Richard Knorr vom BRK für den Rettungsdienst sowie Kreisbrandinspektor Winfried Prokisch über die Wichtigkeit dieser Übung: derart schwierige Objekte müssen beübt werden, damit im Ernstfall schnell und effektiv geholfen werden kann. Gerade in einem Seniorenwohnheim stelle die Menschenrettung eine hohe Herausforderung dar. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass bei einem Brand ein sehr hoher Personalaufwand, auch für die Betreuung der Verletzten, vonnöten ist.



Rauchwolken aus dem 2. Stock schlugen den ersteintreffenden Wehren entgegen.

Der Einsatzleiter, Kommandant Wolfgang Maisel, macht sich ein erstes Bild von der Lage

Die Atemschutzüberwachung als unerlässliche Grundlage für die Sicherheit der Geräteträger

Sofort rüsteten sich die ersten Atemschutzgeräteträger aus.

Höchste Priorität hatte die Menschenrettung.

Die Verletzten wurden zu einer Sammelstelle gebracht.

Registrierung der Verletzten

Aschlussbesprechung der Einsatzleiter

Bürgermeister Jürgen Zinnert machte sich aus luftiger Höhe ein Bild über die Arbeit der Rettungskräfte


Text: Carolin Rausch, Leiterin FB Öffentlichkeitsarbeit
Fotos: Carolin Rausch

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