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Zugführerversammlung in Unterlind
11.04.2010
Ausbildungsinspektor Harald Schöberl konnte am Donnerstag, den 11. März 2010, fast alle Zugführer und deren Vertreter in Unterlind zur Dienstversammlung begrüßen. Der Einladung sind viele Kreisbrandmeister und Kreisbrandinspektoren gefolgt. Harald Schöberl freute sich besonders, dass er Herrn Stephan Uschold von der SEG-GSG des BRK Kreisverbandes Kemnath begrüßen konnte.
Herr Uschold referierte im Anschluss über die SEG-GSG. Diese Einheit wurde aus der Notwendigkeit heraus aufgestellt, da die Feuerwehren bei Gefahrguteinsätzen verletzte Personen bargen, die aber dann noch mit Gefahrstoffen kontaminiert waren. Die nachversorgenden Rettungskräfte besitzen keine Schutzausrüstung und es kam in der Vergangenheit so immer wieder zu Schwierigkeiten, kontaminierte Personen zu versorgen. Resultierend aus der Gefahr von Terroranschlägen sowie der damals in Deutschland stattfindenden Fußball-Weltmeisterschaft wurde in Bayern ein Pilotprojekt ins Leben gerufen. Es galt, einer mögliche Vielzahl von Verletzten kompetent zu helfen. Aus diesem Pilotprojekt wurde heraus wurde das Einsatzfahrzeug geplant und in die Tat umgesetzt. Zudem wurden in Bayern mehrer solcher Einsatzgruppen stationiert.
Jede Gruppe ist in der Lage, innerhalb kürzester Zeit 25 Schwerstverletzte zu versorgen. Allerdings nur in Verbindung mit der Feuerwehr, wie Herr Uschold betonte, da die Gruppe nicht über die nötige Manpower sowie Verbrauchsmaterial verfügt. Zur weiteren Aufgabe gehört die Unterstützung der Einsatzkräfte vor Ort und die Transportunterstützung kontaminierter Personen. Die Einsatzgruppe, die aus sechs Einsatzkräften besteht, kann bereits auf drei Einsätze zurückschauen. Das Fahrzeug konnte im Anschluss begutachtet werden. Hierbei standen die Kollegen des Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Rede und Antwort.
Markus Ruckdeschel ging im weiteren Versammlungsverlauf auf den Fortgang der Integrierten Leitstelle ein. So seien die Einsatzstichwörter definiert und man gehe daran, die Einsatzmittelkette zu erarbeiten. Hierzu wird es eine intensive Zusammenarbeit mit den einzelnen Kommandanten geben.
Ralf Riedel, der zuständige Kreisbrandmeister für Gefahrstoffe, erklärte den Anwesenden, dass die neuen Chemieschutzanzüge nur noch Einweganzüge seien. Der Grund liegt in der einfacheren Handhabung, sie müssten nach dem Einsatz nicht aufwendig gereinigt werden. Die Schutzwirkung der neuen Anzüge sei die gleiche wie die der Alten.

Harald Schöberl begrüßte die Zugführer in Unterlind 
Herr Uschold bei seinem Referat 
Der Schutzanzug wird angelegt 
Die Kollegen der SEG stehen für Fragen zur Verfügung 
Markus Ruckdeschel zeigt den Fortgang bei der ILS Text und Fotos: Gerhard Eichmüller Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit
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