Atemschutzlehrgang in Speichersdorf

11.03.2010


Erneut hat ein Lehrgang zur Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern im Landkreis Bayreuth stattgefunden. Seit Jahren wird diese Spezialausbildung von der Ausbildungsinspektion, hier federführend Kreisbrandmeister Ewald Berneth, durchgeführt. Die Kommunen sparen durch diese Standortausbildung erhebliche Summen ein.

Im Vorfeld des Lehrganges, der in den Räumen der Stützpunktfeuerwehr in Speichersdorf stattfand, war bei allen Teilnehmern die körperliche Leistungsfähigkeit im Rahmen der arbeitsmedizinischen G26.3 Untersuchung festgestellt worden. Innerhalb von zwei Wochen setzten sich zwei Frauen und 24 Männer aus zehn Feuerwehren des Landkreises Bayreuth bei ihrer Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger unter der Leitung von Kreisbrandmeister Ewald Berneth mit Unterstützung von Kreisbrandmeister Gefahrgut, Ralf Riedel, nicht nur mit der Theorie, sondern auch umfangreich mit der Praxis auseinander.

Zum Hintergrund: Allein die Schutzausrüstung wiegt zusammen mit dem Atemschutzgerät etwa 30 Kilogramm. Dies bedeutet, dass ein Feuerwehrmann rund 40 Prozent seines eigenen Körpergewichts auf dem Rücken schleppt, ehe er mit dieser Last zur Rettung von Menschenleben auf Leitern steigt oder zur Suche von Brandherden auf dem Boden kriechen muss. Hinzu kommen die extreme Hitze und die Belastung des Organismus durch chemische Substanzen.

Zu den 30 Lehrgangsstunden gehörte dann, neben einer Belastungsübung, die unter einem Brennofen der Porzellanfabrik Thomas am Kulm unter realistischen Hitzebedingungen eines Einsatzes durchgeführt wurde, auch eine Einsatzübung zur Menschenrettung. Während der Anfahrt zum Übungsgelände mussten sich hier die Geräteträger im Fahrzeug ausrüsten und am Einsatzort vermisste Personen aus einem verrauchten Gebäude retten.

Nach Absolvieren der Atemschutzübungsstrecke in der Feuerwache in Bayreuth fand am Dienstagabend ein Abschlussabend statt, bei dem sich Ewald Berneth bei den Teilnehmern für ihre aktive Mitarbeit bedankte. Ebenso galt sein Dank den Speichersdorfer Floriansjüngern, denn ein Lehrgang dieser Größenordnung könne nur mit tatkräftiger Unterstützung durchgeführt werden.
Er wies die frischgebackenen Atemschutzträger aber auch darauf hin, dass jetzt erst begonnen wird Erfahrungen zu sammeln. Auch die regelmäßigen Termine in der Übungsstrecke der Feuerwache in Bayreuth sind unbedingt notwendig um die Einsatzfähigkeit zu erhalten.

Kommandant und Gemeinderat Roland Steininger überbrachte die Glückwünsche von Bürgermeister Manfred Porsch. Er bedankte sich vor allem für das Engagement der jungen Frauen und Männer diese Aufgabe zu übernehmen und für die Bereitschaft der kürzlich eingestellten Bauhofmitarbeiter in diesem Rahmen aktiv bei der Feuerwehr mitzuwirken, um die Einsatzstärke, vor allem tagsüber, stets effektiv zu halten.




Text und Fotos: Christian Doser FF Speichersdorf

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